Schlänger aktiv...

Energiewende mit Verstand

 

Stellungnahme zum Beschluss vom 14.04.2016 und zur Offenlegung der Pläne.

Ein "Musteranscheiben" zur Stellungnahme wird in den nächsten Tagen auf unserer Webseite veröffentlicht.

In der Vergangenheit haben wir das Thema Windenergie in Schlangen und Umgebung sachlich, fachlich und konstruktiv aktiv begleitet. Unser Anspruch ist es, dieser Linie weiter treu zu bleiben.

Ein „ausgewogener Kompromiss“ (Zit. Schlänger Zeitung v. 16.04.2016) ist in der Gemeinderatssitzung eben nicht gefunden worden. Die jetzt in die Offenlegung verabschiedete Planung zur 14. Änderung des Flächennutzungsplanes wird den Belangen des Artenschutzes nicht gerecht und ist unzureichend und entspricht nur in Teilen unseren Forderungen und Erwartungen als Schlänger aktiv...

Ein Kompromiss muss für alle Beteiligten annehmbar sein. Daran fehlt es in der aktuell vorliegenden Planung.

Die Belange des Arten- und Naturschutzes haben für uns zu wenig Berücksichtigung gefunden. Etliche Bereiche weisen ein erhebliches Konfliktpotential auf und sollten daher bevor sie als Konzentrationszonen für die Windenergienutzung ausgewiesen werden, noch einmal genauestens betrachtet und untersucht werden.
Nach sorgfältiger Abwägung aller Interessen muss unseres Erachtens das Planungsbüro zu dem Schluss kommen, tatsächlich vorhandene, konfliktträchtige Bereiche aus der Planung heraus zu nehmen.

Mit dieser Entscheidung zugunsten von Natur, Umwelt und Mensch würden die Naherholungsgebiete für die Bürgerinnen und Bürger nahezu uneingeschränkt erhalten bleiben.

Die in der Planung dargestellten schmalen Flächen im Südosten des Gemeindegebietes nahe der Bad Lippspringer Ortsgrenze entfalten keine Konzentrationswirkung und sollten deswegen als Bestandteil der Planung herausfallen.

Die Berechnung der Tabuzonen bedarf ohnehin laut Planer einer Korrektur. Selbst bei einer Verringerung der im Moment gültigen Planungsflächen würde nach heute herrschender Meinung der Windenergienutzung in Schlangen noch ausreichend substanzieller Raum zur Verfügung gestellt werden können.
Nach unserer Einschätzung würden auch die reduzierten Flächen den gesetzlichen Anforderungen genügen. Eine Klage gegen den FNP hätte daher keine Aussicht auf Erfolg.

Hinsichtlich der möglichen Anzahl der Windkraftanlagen bestehen immer noch unterschiedliche Auffassungen. Auf unserer Webseite (www.schlaengeraktiv.org) präsentieren wir eine Darstellung, die ein typisches Windparkkonzept zeigt. Als Ergebnis kommen wir in den derzeit ausgewählten Flächen im Gemeindegebiet auf ca. 18 Windkraftanlagen.